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Verbote

Es ist ein aktuelles Thema: Verbote. Politiker versuchen mit aller Macht Verbote von Sachen, die ihnen ein Dorn im Auge sind, herbeizuführen. Aber mal ehrlich: Der Bürger hat diesbezüglich mehr Erfahrung als der Politiker. Ein Politiker muss sich nicht mit alltäglichen Sachen auseinandersetzen, wie ein normaler Bürger, zumindest nicht mit allen. Die Bürger sollten zumindest versuchen aus eigener Mündigkeit Verbote und Kompromisse herbeizuführen und nicht, wie es der Fall zu scheinen scheint, vom Staat gelenkte Beschlüsse zu akzeptieren. Demokratie ist hier nur zum Teil vorhanden. Es ist wahr, dass wir Bürger alle 4 Jahre eine neue Partei wählen, doch was für einen Handlungsspielraum bleibt dem Bürger danach? Reichlich wenig. Nachdem eine bestimmte Partei, meist mit leeren Versprechungen, die Wähler auf ihre Seite gezogen hat, handelt selbige nach eigenem Ermessen und das Volk hat hier nur minderes Mitspracherecht. Resultierend daraus bildet sich evtl. eine Unzufriedenheit und im nächsten Wahljahr wird eine andere Partei gewählt, was dazu führt das unsere vielgeliebte Demokratie als "Ruderboot" endet. Eine Partei lenkt in die eine Richtung, die andere wiederrum in eine ganz andere. Das Ergebnis: Man kommt kein bisschen voran. Computerspiele als Bestandteil der Jugendkultur zu verbieten und Spieler, die z.B. "Call of Duty 3" spielen als Meute rechtsradikaler Amokläufer zu beschreiben (22.07.2007 "Panorama" "Morden und Foltern als Freizeitspaß - Killerspiele im Internet"). geht schon etwas zu weit. An dieser Stelle möchte ich auf einen bekannten Denker der Aufklärung, Immanuel Kant, zurückgreifen. "Aufklärung" und "freies ungelenktes denken" sind zwei wesentliche Stichwörter. Anstatt mit Hasstiraden wie z.B. "Dieses Dreckszeug hat in deutschen Kinderzimmern nichts verloren" nur auf Applaus hinauszuwollen, sollten Politiker vielmehr auf Aufklärung setzen, doch auch hier ist die Politik in zwei Lager gespalten. Die einen fordern Verbote, die andern fordern Aufklärung und wiederrum andere spielen auf ein ganz anderes Thema an. Bei einem möglichen Verbot werden erwachsene Spieler ebenfalls benachteiligt und, wie auch die Gesellschaft, als kleines unwissendes Kind gleichgestellt. Zudem dürfen gewaltbeinhaltende Computerspiele faktisch nicht an Kinder und Jugendliche gegeben werden (USK), Politiker sollten also vielmehr auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor gewaltbeinhaltenden Spielen setzen. Wenn man Computerspiele als eine Art Kunstform betrachten würde, könnte man es mit Goethes "Die Leiden des jungen Werthers" vergleichen, welches zu der entsprechenden Zeit auch sehr umstritten war und heutzutage ein Literaturklassiker ist. Ein weiterer Punkt der beachtet werden sollte ist, dass der Amokläufer von Emsdetten neben dem Spielen von "Counter-Strike" ein Außenseiter ohne Freunde war. Das führt uns also wiederrum auf einen sozialgesellschaftlichen Aspekt, den Moralapostel und Politiker beachten sollten. An dieser Stelle sollte das Volk entscheiden: Gezielte Auseinandersetzung mit Gewalt oder voreiliges Verbot. In Bezug auf Alkoholverbote und Rauchverbote sollten ebenfalls ähnliche Maßnahmen getroffen werden und Kompromisse geschaffen werden. Wenn ein Verbot erst einmal in Kraft tritt, wird es meist nicht wieder abgesetzt, was wirtschaftlich gesehen, auch wieder zu Komplikationen führen könnte (Spielehersteller wandern aus etc.). Der soziale Wandel wird zeigen, ob die Gesellschaft und die Politiker gelernt haben oder ob wir uns weiter von "oben" lenken lassen. Metaphorische Vergleiche für die auf den Medien basierende Darstellung von Computerspielen sind folgende: Wenn man in Erdkunde nur das Thema "Antarktis" behandeln würde und alle weiteren Landmassen ausser Acht lässt, würde der Laie denken, die gesamte Erde bestünde aus Eis oder auch ein weißes Blatt Papier mit einem schwarzen Punkt und nur der schwarze Punkt würde behandelt, nicht aber das ganze Blatt und der Laie würde denken, das ganze Blatt sei schwarz. Was damit ausgesagt werden soll ist, dass Computerspiele nicht mit dem Teilaspekt gewaltbeinhaltender Spiele gleichgestellt werden soll, sondern der gesamte komplexe Bereich behandelt werden sollte und könnte. Selbiges geschieht aber nicht nur in Bezug auf Computerspiele, sondern auch in weiteren gesellschaftlichen Problembereichen. "Rauchen ist schlimm!", warum das aber so ist wird ausser Acht gelassen oder "Fernsehen macht dumm", doch eine klare begründende Erklärung fehlt in den meisten Fällen und es bleibt bei einer voreiligen Schlussfolgerung, die erst später, aber meist auch nur zum Teil aufgeklärt wird. Kritiker werden in solchen Fällen meistens nicht beachtet oder als fehlinterpretierende Personen eingestuft. Meiner Meinung nach sollte die Aufklärung jetzt beginnen und nicht erst in vielen Jahren. Wir sollten nicht mehr Politiker als stabiles Meinungsfundament nutzen, sondern unseren eigenen Verstand mit der Nutzung von Erfahrung und Beobachtung nutzen um eine gute Gesellschaft in Zukunft zu gewährleisten.

Weiteres zum Thema "Verbote":

-Verbot - Wikipedia

-"Verbote, Verbote, Verbote" von Tobias Rösmann

-www.gamer-sind-keine-verbrecher.de

-Zeitschrift "Games Aktuell" Ausgabe April 2007 S.48-51
25.3.07 13:49


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